Heilige Barbara
Parmigianino
Heilige Barbara
Parmigianino
Europe Switzerland CH St.Gallen Zurich
Der Name Barbara stammt aus dem Griechischen (barbaros) und bedeutet "die Fremde" oder "die Ausländische"
Der Vorname erlebte seine große Blütezeit in den 1940er bis 1960er Jahren. In Deutschland liegt das Durchschnittsalter aller Namensträgerinnen heute bei 71 Jahren.
Der katholische Namenstag wird am 4. Dezember gefeiert. Am Barbara-Tag holt man sich traditionell Zweige von Obstbäumen oder Forsythien ins Haus, die blühen sollen, wenn der Weihnachtsmann beziehungsweise das Christkind kommt.
Uralt ist der Glaube an die mächtige Fürbitte dieser Heiligen. Sie gehört zu den 14 Nothelfern. Viele Stände verehren sie als Schutzheilige, darunter die Bergleute, Hüttenarbeiter, Architekten, Totengräber und auch die Artillerie. In bildlichen Darstellungen wird sie mit Krone, Kelch, Hostie und mit dem Palmwedel in der Hand gezeigt. Oft hat sie den Turm neben sich, in dem sie eingeschlossen war. Ihr Fest, mit dem ein reiches Brauchtum verbunden ist (unter anderem Barbarazweige), findet am 4. Dezember statt.
Mit Mut und Durchsetzungskraft gesegnet ist auch eine Barbara unserer Tage, die allerdings kaum dazu taugt, die Schar der Heiligen zu vermehren. Die 1942 in Brooklyn geborene Barbra Streisand begann ihre künstlerische Laufbahn als Sängerin in kleinen Lokalen ihres Heimatortes. Da sie auch schauspielerische Ambitionen hatte, nahm sie Unterricht und wurde bald bei verschiedenen Fernsehproduktionen beschäftigt. Nach ersten Bühnenerfolgen am Broadway Anfang der sechziger Jahre kam der Durchbruch als häßliches Entlein Fanny Brice in >Funny Girl<. Die Story schildert den Aufstieg eines Mädchens aus einfachen Verhältnissen zum gefeierten Revuestar. 1968 hat man das erfolgreiche Musical mit Barbra Streisand verfilmt, es wurde zum Kassenschlager und die herbe Schönheit aufgrund der Oscar-Prämierung und des Schallplattenvertrags bei CBS zum Star. Hits millionenfach, Filme mit Yves Montand, Robert Redford und anderen Weltstars folgten – nicht immer zur Zufriedenheit der Finanziers solcher Produktionen. Manche ihrer Rollen gestaltet sie mit dem ihr eigenen grotesk-ironischen Humor (>The Owl and the Pussycat< und >Is was, Doc<), in anderen kommen die sensiblen Seiten ihres Talents zur Geltung. >A Star is Born< und >The Main Event< sind Filmbeispiele der Megalomanie. 1984 mit >Yentl< war die Diva am Ziel ihrer Ambitionen: Drehbuchautorin, Regisseurin, Produzentin und Hauptdarstellerin in einer Person. Wegen ihrer kultivierten Arroganz und Distanz wird die vielseitig talentierte Künstlerin oft die Sarah Bernhardt von Hollywood genannt.